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Die Bollinger-Bänder (%B)

Die Bollinger-Volatilitätshülle und die von der App verwendete %B-Kennzahl verstehen, um den Preis innerhalb dieser Hülle einzuordnen.

Das Wichtigste

Die Bollinger-Bänder bilden eine Hülle um den Preis: ein gleitender Durchschnitt in der Mitte, umgeben von einem oberen und einem unteren Band, die aus der Standardabweichung der jüngsten Preise berechnet werden. Je volatiler der Markt, desto weiter öffnen sich die Bänder; je ruhiger er ist, desto enger ziehen sie sich zusammen.

Der %B-Wert zeigt, wo sich der Preis innerhalb dieser Hülle befindet: bei 0 berührt der Preis das untere Band; bei 1 berührt er das obere Band; bei 0,5 liegt er genau auf dem mittleren gleitenden Durchschnitt.

  • %B unter 0,2: Der Preis liegt nahe am unteren Band, was eher als bullisches Signal gilt.
  • %B über 0,8: Der Preis liegt nahe am oberen Band, was eher als bärisches Signal gilt.
  • Zwischen 0,2 und 0,8: Der Preis bewegt sich im mittleren Teil der Hülle, ohne starkes Signal in diesem Bereich.
In der App fließt dieses Signal in den Konfluenz-Score ein: %B < 0,2 verschiebt die Bewertung Richtung bullisch, %B > 0,8 verschiebt sie Richtung bärisch.
Ein Band zu berühren ist für sich genommen kein Kauf- oder Verkaufssignal. In einem starken Trend kann der Preis lange an einem Band entlanglaufen, ohne umzukehren. Treffen Sie niemals eine Entscheidung allein auf Basis dieses Indikators.
Vertiefung: der Squeeze

Wenn sich die Bänder stark zusammenziehen, spricht man von einem Squeeze: Die Volatilität ist ungewöhnlich niedrig. Diese Verengung geht häufig einer Volatilitätsausweitung voraus, also einer stärker als üblich ausfallenden Preisbewegung, sowohl nach oben als auch nach unten.

Der Squeeze sagt nichts über die Richtung der kommenden Bewegung aus, nur über ihr wahrscheinliches Ausmaß. Er muss daher mit anderen Signalen kombiniert werden, um sich eine Vorstellung von der Richtung der nächsten Bewegung zu machen.

Experte: Standardabweichung, Rückkehr zum Mittelwert und Ausbruch

Die Bänder werden standardmäßig über 20 Perioden berechnet, mit einer um den Faktor 2 multiplizierten Standardabweichung auf beiden Seiten des gleitenden Durchschnitts. Wird die Periodenlänge oder der Multiplikator verringert, werden die Bänder enger und reaktionsschneller, aber auch anfälliger für Fehlsignale.

Zwei Lesarten stehen sich strukturell gegenüber. Die Rückkehr-zum-Mittelwert-Lesart geht davon aus, dass der Preis, sobald er sich entfernt hat, dazu tendiert, zum mittleren Band zurückzukehren: Ein extremes Band zu berühren wäre dann eine Umkehrchance. Die Ausbruchs-Lesart geht vom Gegenteil aus: In einem starken Trend kann der Preis über längere Zeit an einem Band entlanglaufen, was eine verfrühte Wette auf eine Umkehr zunichtemachen würde. Das Marktumfeld bestimmt, welche der beiden Lesarten zu einem gegebenen Zeitpunkt relevanter ist.