Ein KI-Verdikt lesen
Die Bestandteile einer KI-Verdikt-Karte verstehen (Signal, Konfidenz, Horizont, Niveaus, Konsens) sowie die Grenzen dieser Art von Analyse.
Das Wichtigste
Ein KI-Verdikt ist eine automatisch generierte Zusammenfassung auf Basis der von der App berechneten technischen Indikatoren. Es wird als Karte mit mehreren Feldern dargestellt, die in einer bestimmten Reihenfolge zu lesen sind.
- Das Signal: bullisch (bullish), bärisch (bearish) oder neutral. Das ist der Trend, den das Modell zu erkennen glaubt.
- Die Konfidenz: niedrig, mittel oder hoch. Sie zeigt an, wie stark die zugrunde liegenden Signale übereinstimmen, nicht die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Preis tatsächlich in diese Richtung entwickelt.
- Der Horizont: der Zeitraum, für den das Verdikt gelten soll (zum Beispiel kurzfristig oder mittelfristig). Ein und dasselbe Asset kann kurzfristig ein bullisches und mittelfristig ein neutrales Verdikt haben.
- Unterstützung und Widerstand: Preismarken unter und über dem aktuellen Kurs, die eine Bewegung bremsen oder beschleunigen können.
Im Pro-Abonnement zeigt die Karte zusätzlich einen Konsens: den Grad der Übereinstimmung zwischen den drei parallel abgefragten KI-Anbietern. Ein starker Konsens bedeutet, dass die drei unabhängigen Analysen zu derselben Schlussfolgerung gelangen.
Vertiefung: mehrere Verdikte gewichten
Wenn Sie die Verdikte mehrerer Assets oder mehrerer Horizonte einsehen, behandeln Sie sie nicht isoliert. Wenn mehrere KI-Anbieter (sichtbar über den Pro-Konsens) oder mehrere Horizonte in dieselbe Richtung weisen, stärkt das die Konfidenz, die dem Gesamtsignal beizumessen ist.
- Übereinstimmung zwischen Anbietern oder Horizonten: Das Signal gewinnt an Robustheit, bleibt aber eine algorithmische Meinung.
- Uneinigkeit zwischen Anbietern oder Horizonten: Das ist ein Vorsichtssignal. Es zeigt eine mehrdeutige Situation an, in der es besser ist, das Exposure zu reduzieren oder eine Bestätigung abzuwarten, statt willkürlich zu entscheiden.
Experte: eine Zweitmeinung, kein Orakel
Das Verdikt wird von einem Sprachmodell auf Basis derselben technischen Indikatoren erstellt, die Sie selbst im Analysepanel ablesen können (RSI, MACD, gleitende Durchschnitte, Bollinger-Bänder, Konfluenz-Score). Das Modell verfügt über keine zusätzlichen Informationen: Es formuliert diese Daten neu und gewichtet sie.
Behandeln Sie es als Zweitmeinung, niemals als Wahrheit. Gleichen Sie es systematisch mit dem Konfluenz-Score des Assets und Ihrer eigenen Methode des Risikomanagements ab, insbesondere der Positionsgröße und den Ausstiegsniveaus, die Sie festgelegt haben, bevor Sie das Verdikt konsultiert haben.
